OP Raum Prüfung

OP Raum Prüfung: Hygienisch saubere Luft nach DIN 1946-4 für hochsensible Bereiche

Ob im Krankenhaus, der Tagesklinik oder einer Privatpraxis – ein Operationsraum muss höchsten hygienischen Anforderungen entsprechen, um Patienten und Operationsteam zu schützen.  Dazu dienen nicht nur steriles Inventar, spezielle Berufsbekleidung und die penible Einteilung in sterile und nicht sterile Bereiche – auch die raumlufttechnische Anlage ist ein wichtiger Bestandteil der Schutzmaßnahmen im Gesundheitswesen.  Um die hohen Standards, die durch die DIN 1946-4 vorgeschrieben sind, auch verlässlich einzuhalten, ist eine regelmäßige OP Raum Prüfung und Qualifizierung Pflicht.

Mehr Informationen: • RLT Anlagen in OP RäumenInhalte der PrüfungWarum Igienair

Igienair ist Ihr starker Partner für die fachgerechte OP Raum Prüfung nach DIN 1946-4: Mit uns stellen Sie den hygienischen Betrieb Ihrer Operationsräume sicher.

Von Qualifizierung nach ISO 14644, Lecktest für Schwebstofffilter bis hin zur OP Raum Prüfung: Die Experten von Igienair arbeiten streng nach den Vorgaben zum Infektionsschutz, um in Ihren sensibelsten Räumen absolut hygienische Bedingungen zu gewährleisten. Gerne informieren wir Sie persönlich und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot – sprechen Sie uns an!

Warum werden in OP Räumen RLT Anlagen eingesetzt?

Aufgrund der hygienischen Anforderungen verbietet sich in OP Räumen eine mechanische Belüftung über Fenster – hier kommen komplexe raumlufttechnische Anlagen zum Einsatz.

Die RLT Anlagen haben dabei verschiedene Aufgaben. Sie sollen:

  • durch eine hygienisch einwandfreie Luftqualität und damit verbundene Keimarmut (im besten Fall Keimfreiheit) die Patienten schützen.
  • für eine für das Operationsteam angenehme Umgebung sorgen.
  • die sichere Ableitung von Lasten, beispielsweise Anästhesie-Gase oder chirurgischer Rauchgase, ermöglichen.
  • die Instrumente vor Kontamination schützen.

Was wird bei der OP Raum Prüfung kontrolliert?

Um all diese Aufgaben zuverlässig erfüllen zu können, müssen die Anlagen im Rahmen einer OP Raum Prüfung regelmäßig kontrolliert werden. Die grundsätzlichen Anforderungen sind dabei die Messung und detaillierte Dokumentation von:

  • Luftströmung
  • Luftgeschwindigkeit
  • Raumtemperatur

Zudem unterscheidet die DIN 1946-4 verschiedene Raumklassen: Raumklasse I (die OP Räume selbst) sowie Raumklasse II (alle übrigen Räume der Abteilung sowie Untersuchungsräume und Flure). Die Operationsräume selbst werden nochmals unterteilt in:

  • Raumklasse Ia: Räume mit einem hohen Kontaminationsrisiko sowie septische Operationsräume – hier ist eine Luftführung durch turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV) vorgesehen.
  • Raumklasse Ib: Räume ohne definierten Schutzbereich, in denen keine direkten Operationen durchgeführt werden und in denen kein Instrumententisch vorhanden ist – hier kommt eine turbulente Mischlüftung oder auch eine Mischströmung zum Einsatz.

Abhängig von der Raumklasse sind bei der OP Raum Prüfung weitere Tests durchzuführen:

Raumklasse Ia

  • Überprüfung der Dichtigkeit der Luftfilter nach DIN 14644-3 (alle 24 Monate oder bei einem Betrieb von mehr als 6 Jahren alle 12 Monate)
  • Visuelle Vorprüfung nach Din 1946-4:2018-09, Anhang B
  • Schutzgradmessung nach DIN 1946-4:2018-09, Anhang C

Raumklasse Ib

Die Prüfung der raumlufttechnischen Anlagen muss dabei für die Raumklasse Ia alle 12, für die Raumklasse Ib alle 24 Monate vorgenommen werden.

OP Raum Prüfung & mehr: Igienair ist Ihr starker Partner für Raumlufthygiene

Als mehrfach zertifizierter Dienstleister für die Reinigung und Inspektion von Lüftungssystemen ist Igienair Ihr starker Partner für die periodisch vorgeschriebene Überprüfung der sensibelsten Bereiche in Ihrem Unternehmen. Für die OP Raum Prüfung oder Qualifizierung bieten wir Ihnen alle Leistungen aus einer Hand wie beispielsweise

  • Bestimmung der Raumklimaparameter
  • Luftpartikelkonzentration
  • Luftwechselrate
  • Visualisierung des Schutzgrades
  • Filterlecktests und bei Bedarf fachgerechte Filterentsorgung

Die strikte Einhaltung der Normen der DIN EN ISO 14644-3, DIN 1946-4 sowie der VDI 2083-3 durch unsere bestens ausgebildeten und laufende geschulten Mitarbeiter ist für Sie der Garant dafür, unter hygienisch einwandfreien Bedingungen zu arbeiten.

Auch für andere Branchen sind wir ein zuverlässiger Ansprechpartner. Mit unser Prüfung am Laborabzug stellen wir den normkonformen Betrieb von Digestorien in Laboren sicher. Unsere Gefährdungsbeurteilung nach VDI 2047 gewährleistet den hygienischen Betrieb von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Rückkühlwerken.

Bei all unseren Arbeiten erstellen wir für Sie eine umfangreiche und normkonforme Vorher-Nachher-Dokumentation, mit der Sie belegen können, dass Sie Ihren Betreiberpflichten vorschriftsmäßig nachgekommen sind.

Sie möchten mehr über unser Unternehmen oder unsere Dienstleistungen erfahren? Sie wünschen die Erstellung eines individuellen Angebots für Ihre OP Raum Prüfung? Dann kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich beraten – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

FAQ OP Raum Prüfung

Warum ist eine OP Raum Prüfung erforderlich?

Eine OP Raum Prüfung dient dazu, Operationssäle oder andere Reinräume im Gesundheitswesen auf Kontaminationsgefahren zu testen. Ziel der Prüfung ist es, zu ermitteln, ob für Ärzte und/oder Patienten ein Aufenthalt in diesen Räumen gesundheitlich unbedenklich ist.

Da während Operationen ein deutlich gesteigertes nosokomiales Infektionsrisiko besteht, ist es erforderlich, dass die Raumluft weitestgehend frei von Keimen ist und durch die Luftströmung ein Abtransport möglicher Erreger gewährleistet ist. Diese Prüfung ist zwingend von einem zertifizierten Fachbetrieb vorzunehmen.

 

Nach welchen Normen läuft eine OP-Raum Prüfung ab und für welche OP-Raumtypen?

Um den normgerechten Betrieb eines OP Saals sicherzustellen, wird bei einer OP Raum Prüfung die Einhaltung folgender Normen kontrolliert:

  • VDI 6022 (technische Ausstattung & Funktionsfähigkeit der RLT Anlage)
  • VDI 2083 (Partikelreinheitsklasse)
  • DIN 1946-4: 2008/2018 (RLT-Anlagen im Gesundheitswesen)
  • DIN EN ISO 14644-1 (Luftreinheitsklasse)
  • DIN EN ISO 14644-3 (Filterintegritätstest / Filterlecktest)

Diese Normen werden auf die in DIN 1946-4 definierten Raumklassen 1a / 1b angewandt, da diese tatsächlich zu Operationszwecken genutzt werden.

 

Welche Messungen / Kontrollen gehören zur OP Raum Prüfung?

Bei einer ordnungsgemäßen OP Raum Prüfung sind folgende Schritte vorgesehen:

  • Begehung mit Sichtung aller RLT Geräte
  • Visuelle Vorprüfung des Strömungsverhaltens
  • Messung der Strömungsrichtung
  • Partikelmessung / Luftkeimzahlbestimmung
  • Feststellung des Schutzgrads
  • Feststellung des Turbulenzgrads (im Raum / im Schutzbereich / an den OP-Leuchten)
  • Erholzeitmessung / Recovery-Test
  • Durchführung eines Filterintegritätstests

Je nach OP Raumklasse kommen unterschiedliche Kontrollen zur Anwendung. Neben der normgerechten Durchführung durch einen Fachbetrieb ist vor allem auf eine exakte Dokumentation zu achten.

 

Wie oft ist eine OP Raum Abnahme zu wiederholen?

Gemäß DIN 1946-4:2018 gelten folgende Intervalle für turnusmäßige Prüfungen in OP Räumen:

  • • Messung der Strömungsrichtung: alle 12 Monate (alle Raumklassen)
  • • Messung der mikrobiologischen Belastung: alle 12 Monate (Raumklasse 1a / 1b)
  • • Messung der Erholzeit: alle 24 Monate (Raumklasse 1b)
  • • Visuelle Vorprüfung: alle 12 Monate (Raumklasse 1a)
  • • Filterlecktest: alle 24 Monate (Raumklasse 1a / 1b)

Bei bestehenden Operationsräumen ist eine OP Raum Prüfung bzw. Requalifizierung alle 12 Monate erforderlich.

 

Welche Lüftungsgeräte und Messungen sind bei den OP Räumen erforderlich?

Bei den RLT-Anlagen, die den OP Raum mit Frischluft versorgen, ist eine regelmäßige Hygieneinspektion nach VDI 6022: 2018 erforderlich. Die technische Ausstattung der Anlage muss ebenfalls der VDI 6022 sowie der VDI 3803 entsprechen. Ebenso sind Vergleichsmessungen zur Bestimmung der Keimbelastung durchzuführen.

Bei der OP Raum Prüfung sind außerdem ein Facharzt für Hygiene, ein erfahrener Hygiene-Ingenieur sowie ein Sicherheits-Ingenieur zu beteiligen.